Mittwoch, 26. August 2026

das war der SailGP 2026 in Sassnitz

Wir haben die lange Anreise mit unserem Caravan nach Sassnitz mit einem 2-tägigen Besuch in Dresden und einem Zwischenstopp auf einem Campingplatz in der Uckermark kombiniert. Auf der Insel Rügen waren wir auf dem Campingplatz in Lietzow. Von dort reisten wir an den 2 Eventtagen bequem per Bahn nach Sassnitz an. Wir hatten im Vorfeld von Einlass- und Anreiseproblemen im Vorjahr gehört und nahmen den frühen Zug kurz vor 09:00 Uhr. Der war relativ leer und gemeinsam mit ein paar Besuchern liefen wir die ausgeschilderte Route vom HBF zum Eventgelände in knapp 15 Minuten. Kurz nach 10:00 Uhr begannen sich die ersten Zuschauer im Eingangsbereich anzustellen.  Wir stellten uns ebenfalls an und konnten als einer der Ersten gg. 11:30 Uhr auf die Tribünen. Auf der Tribüne wählten wir den mittleren Bereich ganz oben. Da für das gesamte Wochenende Westwind gemeldet war, saßen wir perfekt im Windschatten der Tribüne und die ausgelegten Bojen für die Start- und Ziellinie lagen genau vor unseren Plätzen. Besser konnte es nicht sein. Die Zeit bis zu den ersten Starts gg. 14:00 Uhr wurden allen Zuschauer mit Discomusik vom DJ und Beiträgen von zwei Moderatoren unterhalten. 

Kurz vor den Starts wurden alle Teams im sogenannten "Fly By" begrüßt. Dabei rasten die F50 Katamarane in vollem Tempo auf den Foils an den Tribünen vorbei.  Danach begannen die Rennen. Das deutsche Team war in Gruppe B gegen 14 Uhr eher mäßig in den Renntag gestartet. Im ersten Rennen kam das Team ziemlich langsam los und landete am Ende auf dem letzten Platz. In ihrem zweiten Rennen waren sie dann zunächst ganz vorne mit dabei - landeten dann aber doch auf dem vorletzten Platz. Nach dem Ende der Rennen gegen 15.30 stand fest: Das deutsche Team mit Driver Erik Kosegarten-Heil und Teamstrategin Anna Barth konnte sich zumindest im dritten Rennen einen Start-Ziel-Sieg sichern. Mit 104,7 Kilometern pro Stunde beim deutschen Team, 106,8 beim englischen und fast 108 beim französischen wurden am Sonnabend vor Sassnitz nacheinander Liga-Rekorde bei den Geschwindigkeiten geknackt worden. Insgesamt gab es sechs Rennen in den beiden Gruppen.

Beim ersten Rennen am Sonntag schaffte es das deutsche Boot, nach einem misslungenen Start vom letzten auf den ersten Platz zu segeln. Um ins Finale zu kommen, hätte das deutsche Team im fünften Vorlauf vorne dabei sein müssen. Doch es reichte nur zum vorletzten Platz. Nicht nur die Segler, auch das Publikum stellte am Sonntag Nehmer-Fähigkeiten unter Beweis. Denn der zweite Grand-Prix-Tag war verregnet, beim Finallauf schränkte das Wetter auch noch die ansonsten hervorragende Sicht ein. Trotzdem war die Stimmung euphorisch.

Den Grand Prix in Sassnitz konnte Favorit Australien, die Bonds Flying Roos, für sich entscheiden. 

Der Traum der deutschen Crew von einem Platz im Finale wurde leider nicht wahr. Dennoch: Das Team um Driver Erik Kosegarten-Heil hat seine Qualitäten unter Beweis stellen und immerhin zwei von fünf Vorläufen gewinnen können.

 

 



Die Katamarane vor der Kulisse tausender Zuschauer auf den Tribünen



    












Das Siegerteam, die Bonds Flying Roos

















Donnerstag, 4. Juni 2026

über Pfingsten 2026

Mit neuer Wasserinstallation ging es am Donnerstag vor Pfingsten erstmal nach Makkum. Unterwegs ging wieder mal weit draußen der Wind weg. Die Yachten in Küstennähe kamen augenscheinlich besser voran. Tatsächlich sprang kurz vor dem Passieren des Windparks der Wind wieder an und wir segelten letztlich mit der Genua2 bis ins Makkumerdiep. Wie gewöhnlich übernachteten wir für eine Nacht im Gemeindehafen.

Am nächsten Morgen motorten wir mit der vorgeheisten Genua1 zur Lorentzschleuse in Kornwerderzand. Die Schleuse war geöffnet und wir konnten ohne Warten einfahren und entspannt festmachen. Mit ablaufenden Wasser segelten wir über das Fahrwasser Boontjes die 7 Seemeilen bis nach Harlingen. Im Vorhafen holten wir die Segel runter und schleusten durch die Tjerk Hiddessluisen auf den Van Harinxmakanal. Kurz hinter der Schleuse ging es scharf rechts ab in die Zufahrt zum Jachthaven HWSV Harlingen. 
 
 
 

 




 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Vom Hafenmeister bekamen wir eine leere Box zugewiesen und erkundeten über Pfingsten die Stadt Harlingen. Bei schönstem Wetter blieben wir bis zum  Pfingstmontag, um dann nach Vlieland zu segeln. Viele Yachten, die über die Pfingstfeiertage auf Vlieland oder Terschelling verbrachten, kamen uns dabei entgegen. Im Waddenhaven Vlieland hatten wir dann die freie Auswahl.


Für 5 Übernachtungen blieben wir auf der Insel, unternahmen Biketouren oder lagen faul in der Sonne. 








 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 




 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 




 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Am frühen Samstagmorgen gg. 08.00 Uhr ging es dann mit auflaufenden Wasser zurück nach Harlingen und zur Schleuse in Kornwerderzand. Zuerst schob uns der Flutstrom in Richtung Harlingen, doch in den Passagen, wo der Wind direkt von achtern kam, mussten wir den Motor anwerfen. Kurz vor Harlingen konnten wir dann wieder auf Halbwindkurs gehen und zur Schleuse segeln.

Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens an der Schleuse dauerte es 2 Std. bis wir zurück im Ijsselmeer waren. 

Von Kornwerderzand segelten wir bei wenig Wind nach Hindeloopen. Dort übernachteten wir und wollten am nächsten Morgen zurück nach Andijk segeln. Aber der Wind war am Morgen so schwach, so dass wir motoren mussten. 





Freitag, 1. Mai 2026

Alles wieder drin! - Refit der Wasserinstallation

In der Vergangenheit hatten wir immer wieder Wasser in der Bilge. Die Ursache ist bislang ungeklärt. Da sich das Wasser immer leicht "schmierig" anfühlte, hatte ich den Verdacht, das es aus dem Treibstofftank- oder den Leitungen stammen könnte. Letztlich bin aber der Überzeugung, dass es von undichten Wassertanks, bzw. den Wasserleitungen herrührt.  Außerdem ist uns während der Saison das Wasser komplett "umgekippt". Es war ungeniesbar und hatte einen unangenehmen Geruch. 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus diesem Grund habe ich beide 75-Liter-Wassertanks aus Kunststoff  incl. aller Zu- und Ableitungen ausgebaut. Die Tanks werde ich zuhause reinigen und zusammen mit neuen Schläuchen wieder installieren. Ein guter Bekannter mit langjähriger Wohnmobilerfahrung empfahl mir das nachfolgend beschriebene System. 

Hinter der Wasserpumpe installiere ich das FUSION Active+Nano Trinkwasserfiltersystem aus Edelstahl von der Firma Alb Filter. 

 

 
  

Der Campingfilter Travel Fusion wird fest im Boot installiert und kombiniert die Active- und Nano-Kartusche für maximale Filterleistung in einem kompakten und zuverlässigen System. Es werden Schadstoffe, Geschmack und Aussehen aber auch schädliche Keime und Bakterien in nur einem Vorgang aus dem Wasser gefiltert. 

Die Installation erfolgt in der Druckstufe der Wasserpumpe und wird unter der Spüle im Küchenblock mit einer speziellen Halterung plaziert. Um einen schnellen und sauberen Ein- und Ausbau des Filters zu ermöglichen sind an den Schlauchenden GEKA® Schnellkupplungen mit integriertem Rückfluss-Stop und Stufentüllen angebracht.
Die Schnellverschlüsse mit Wasserstopp verhindern beim Filterwechsel das Auslaufen von Restwasser aus den Leitungen. 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Active und der Nano Filter filtern nachfolgende Stoffe.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schutz vor Bakterien und Mikroorganismen

Der Schwerpunkt der Nano Kartusche liegt in der Filtrierung von Keimen und Bakterien in hohen Konzentrationen z.B. E-Coli, Vibrio Cholarae, Shigellen, Salmonellen.

Mikroplastik und andere kleinste Partikel

Durch die mikroskopisch feinen Hohlfasern der Nano-Kartusche, werden auch kleinste Partikel bis zu einer Größe von 0,1 µm zuverlässig zurückgehalten.

Pestiziden und Arzneimittelrückständen

Organische Verbindungen wie Pestizide, Herbizide, Insektizide, Medikamentenrückstände sowie Hormone und hormonähnliche Stoffe werden reduziert.

Chlor und andere Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen

Die hochwertige Blockaktivkohle absorbiert lästige Gerüche (Chlor, CKW’s, FCKW’s uvm.) und Geschmacksbeeinträchtigungen im Trinkwasser.

Schwermetalle wie Blei und Kupfer

Die adsorbierende Wirkung der Aktivkohle bindet und reduziert Schwermetalle im Trinkwasser.

Schutz vor Legionellen

Die Nano Kartusche schützt zuverlässig vor Legionellen und anderen Mikroorganismen. Ob präventiv oder bei positivem Legionellen-Befund.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da wir keinen langen Gartenschlauch an Bord mitführen wollten, habe ich mich für die Vorfilterung an dem hafeneigenen Wasserschlauch für den Entry Befülladapter mit Vorfilter ebenfalls von der Fa. Alb Filter entschieden. Der Filter wird beim Befüllen der Tanks einfach mit Gardenakupplungen an den vorhandenen Schlauch gekoppelt. 

Das eingesetzte Filterpad hat eine Porengröße von 40 µm und hält Schwebeteilchen, Sediment, Rost, Sand, Mikroplastik und anderen Partikeln aus dem Eingangswasser zurück

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu guter letzt lege ich noch das Silbernetz Flex für 160 Liter in einen der zwei Tanks. Die im Netz enthaltenen reinen Silberionen schützen das Wasser und das Frischwassersystem effektiv vor einer Verkeimung. Das Produkt ist für alle Behälter-u. Tankgrößen verfügbar und muss nur 1x jährlich gewechselt werden.

 

Jetzt können wir wieder bedenkenlos das Wasser aus dem Hahn genießen. Einziger Problem ist jetzt die schwache Förderleistung unserer Wasserpumpe. Empfohlen wird eine Förderleistung von 2,5 bar. Unsere derzeitige Pumpe hat unter 2,0 bar. Dementsprechend spärlich ist der Wasserdruck. 

Nach einer Woche Dauerbetrieb habe ich ein Einsehen und kaufte die Jabsco Par-Max HD4. Die Pumpe hat einen Förderdruck von 60 PSI/4.1 bar. Das dürfte dann ausreichend sein.

 

 


 

 
 

Dienstag, 30. Dezember 2025

Friesland 2025

Im Juni zog es uns wieder nach Friesland. Angepeilt hatten wir Groningen, aber wir kamen nur bis Dokkum. 
Von Andijk segelten wir erstmal mit leichter Ostbrise und sonnigem Himmel nach Makkum. Kurz vor dem Ziel schlief der Wind ein und so motorten wir den Rest bis in den Gemeindehafen. An einem Kopfsteg im hinteren Hafen machten wir fest. Am nächsten Tag legten wir in Makkum einen Hafentag ein.  

Liegeplatz direkt am Kanal in Dokkum




















 

 

Am darauffolgenden Tag legten wir kurz vor 08.00 Uhr morgens ab und motorten zur Lorenzschleuse in Kornwerderzand. Schnell schleusten wir auf die Waddenzee und motorten die 7SM nach Harlingen. In Harlingen ging es durch die Tjerk Hiddensluizen auf den Van Harinxmaakanaal. Nach dem Passieren der 7 Brücken in Leeuwarden waren wir nach ca. 7 1/2 Stunden in Burdaard. Wie sich später herausstellte, war der Hafen in Burdaard für 1,70m Tiefgang eigentlich ungeeignet. Letztlich fand ich aber doch eine Box zum Festmachen. Auffallend war aber, dass sich die Yacht ein wenig zur Seite legte. Am nächsten Morgen gab es dann die Überraschung beim Ablegen. Nix ging mehr, Zeeuwin bewegte sich keinen Zentimeter. Wir saßen im Schlamm fest. Der 1. Versuch mit einem Festmacher um den Mast, um mehr Schräglage und weniger Tiefgang zu erzeugen, ging schief. Letztlich war nur das mühselige Holen der Achterleinen über die Dalben mittels Winsch erfolgreich. Mit einem Satz sprang die Yacht zurück in tieferes Wasser.  

Brückenpassage in Leeuwarden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





Weiter ging es nach Dokkum, wo wir direkt am Kanal einen schönen Liegeplatz für die Nacht fanden. Den Tag genossen wir bei schönstem Sommerwetter und einem herrlichen Essen. Da sich das Wetter verschlechtern sollte, entschieden wir uns dafür nach Harlingen zurückzufahren. In der Marina des HWSV Harlingen bekamen wir einen schönen Liegeplatz für eine Nacht.

 

Brückenpassage in Leeuwarden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Am nächsten Tag ging es dann wieder über das Fahrwasser "Boontjes" zurück zur Schleuse in Kornwederzand. Endlich konnten wir wieder alle Segel setzen und waren bei achterlichem Wind flott unterwegs. Nach dem Schleusen entschieden wir nach Hindeloopen zu gehen. Mit einigen langen Kreuzschlägen vor dem Wind, liefen wir gg. 19.30 Uhr dort ein. Einen Tag später waren wir nach 7 Tagen wieder zurück in unserem Heimathafen Andijk.

 

Mühle in Dokkum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonnenuntergang in Dokkum