Wir haben die lange Anreise mit unserem Caravan nach Sassnitz mit einem 2-tägigen Besuch in Dresden und einem Zwischenstopp auf einem Campingplatz in der Uckermark kombiniert. Auf der Insel Rügen waren wir auf dem Campingplatz in Lietzow. Von dort reisten wir an den 2 Eventtagen bequem per Bahn nach Sassnitz an. Wir hatten im Vorfeld von Einlass- und Anreiseproblemen im Vorjahr gehört und nahmen den frühen Zug kurz vor 09:00 Uhr. Der war relativ leer und gemeinsam mit ein paar Besuchern liefen wir die ausgeschilderte Route vom HBF zum Eventgelände in knapp 15 Minuten. Kurz nach 10:00 Uhr begannen sich die ersten Zuschauer im Eingangsbereich anzustellen. Wir stellten uns ebenfalls an und konnten als einer der Ersten gg. 11:30 Uhr auf die Tribünen. Auf der Tribüne wählten wir den mittleren Bereich ganz oben. Da für das gesamte Wochenende Westwind gemeldet war, saßen wir perfekt im Windschatten der Tribüne und die ausgelegten Bojen für die Start- und Ziellinie lagen genau vor unseren Plätzen. Besser konnte es nicht sein. Die Zeit bis zu den ersten Starts gg. 14:00 Uhr wurden allen Zuschauer mit Discomusik vom DJ und Beiträgen von zwei Moderatoren unterhalten.
Kurz vor den Starts wurden alle Teams im sogenannten "Fly By" begrüßt. Dabei rasten die F50 Katamarane in vollem Tempo auf den Foils an den Tribünen vorbei. Danach begannen die Rennen. Das deutsche Team war in Gruppe B gegen 14 Uhr eher mäßig in den Renntag gestartet. Im ersten Rennen kam das Team ziemlich langsam los und landete am Ende auf dem letzten Platz. In ihrem zweiten Rennen waren sie dann zunächst ganz vorne mit dabei - landeten dann aber doch auf dem vorletzten Platz. Nach dem Ende der Rennen gegen 15.30 stand fest: Das deutsche Team mit Driver Erik Kosegarten-Heil und Teamstrategin Anna Barth konnte sich zumindest im dritten Rennen einen Start-Ziel-Sieg sichern. Mit 104,7 Kilometern pro Stunde beim deutschen Team, 106,8 beim englischen und fast 108 beim französischen wurden am Sonnabend vor Sassnitz nacheinander Liga-Rekorde bei den Geschwindigkeiten geknackt worden. Insgesamt gab es sechs Rennen in den beiden Gruppen.
Beim ersten Rennen am Sonntag schaffte es das deutsche Boot, nach einem misslungenen Start vom letzten auf den ersten Platz zu segeln. Um ins Finale zu kommen, hätte das deutsche Team im fünften Vorlauf vorne dabei sein müssen. Doch es reichte nur zum vorletzten Platz. Nicht nur die Segler, auch das Publikum stellte am Sonntag Nehmer-Fähigkeiten unter Beweis. Denn der zweite Grand-Prix-Tag war verregnet, beim Finallauf schränkte das Wetter auch noch die ansonsten hervorragende Sicht ein. Trotzdem war die Stimmung euphorisch.
Den Grand Prix in Sassnitz konnte Favorit Australien, die Bonds Flying Roos für sich entscheiden.
Der Traum der deutschen Crew von einem Platz im Finale wurde leider nicht wahr. Dennoch: Das Team um Driver Erik Kosegarten-Heil hat seine Qualitäten unter Beweis stellen und immerhin zwei von fünf Vorläufen gewinnen können.
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| Die Katamarane vor der Kulisse tausender Zuschauer auf den Tribünen |
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| Das Siegerteam, die Bonds Flying Roos |

